Neues aus dem Praxisinstitut NAS

Faszien im Fokus bei der Faszientherapie Münster In der Gesundheits- und Trainingsbranche führt aktuell kein Weg am Trendthema „Faszien“ vorbei – und das völlig zu Recht. Die zähen Bindegewebshäute ziehen sich wie ein Netzwerk durch unseren Körper und sorgen unter anderem für die volle Funktionsfähigkeit unseres Muskelsystems. In ihrem neuen Praxisinstitut für Neurofaszial Aktivierte Stabilität (NAS) an der Scharnhorststraße verfolgen Jörn Lükens und Mike Adkins ein interdisziplinäres Therapie- und Trainingskonzept, mit dem sie – häufig unspezifischen – Schmerzen sowie Gelenk- und Muskelproblemen nachhaltig zu Leibe rücken.

Ein Schwerpunkt von Jörn Lükens und Mike Adkins therapeutischer Arbeit ist das Lösen von Bindegewebsstrukturen, also den angesprochenen Faszien, und die Remobilisierung großflächiger Muskelgruppen. „Der Begriff ‚Neurofaszial‘ beschreibt die enge Verbindung der Faszien mit dem Nervensystem“, erläutert Sportwissenschaftler Jörn Lükens. In den Faszien liegen die Nerven, die für Muskeltätigkeit, Körperwahrnehmung, Bewegungssinn und Schmerz verantwortlich sind. Sie bilden ein weitreichendes Muskelkettensystem und steuern interaktiv unsere gesamte Bewegung und Haltung. „Hier setzen wir gezielt an und führen den Körper in seine physiologischen, schmerzfreien Bewegungsmuster zurück – Stichwort ‚Aktivierte Stabilität‘“, ergänzt Physiotherapeut Mike Adkins. Bei diesem komplexen Zusammenspiel ist es für das Duo umso wichtiger, sich im Vorfeld der Behandlung ein umfassendes Bild von den Patienten und der „Geschichte“ ihres Körpers zu machen.

Für ein erstes Anamnese Gespräch und eine erste Behandlung nehmen sich die beiden bis zu 90 Minuten Zeit. Auf dieser Basis stellen sie fest, wie und wo sich die Beschwerden auswirken – und erkennen einzelne Symptome, die augenscheinlich keinen Zusammenhang haben, in ihrer Wechselwirkung für Therapie und Training aber essentiell und wissenswert sind.

„Eins-zu-Eins“-Behandlung

Die NAS-Therapie ist eine „Eins-zu-Eins“-Behandlung. Sie kombiniert sensomotorische Übungen in Seilsystemen, die durch die Praxisinhaber gezielt eingesetzt werden, mit effektiven Techniken und Trainingsgeräten der modernen Physiotherapie. „Unter Einhaltung der individuellen Belastungsgrenze unserer Patienten führen wir die Übungen immer schmerzfrei durch – und können sie bei Bedarf so umwandeln, dass man sie auch ohne Geräteunterstützung zuhause absolvieren kann“, versichern Jörn Lükens und Mike Adkins, die fachübergreifend mit Osteopathen, Orthopäden, Hausärzten, Schuhtechnikern, Bewegungsanalytikern sowie Zahnärzten zusammenarbeiten – und enge Kontakte zu Münsters Uni-Klinik pflegen.

Faszientherapie Münster im Fokus

Weitere Therapie-Bestandteile sind die Behandlung des Bindegewebes, manuelle Regulationstechniken der Muskelspannung, ein Cranio-Sacraler Ansatz und diverse Faszientechniken. Idealerweise folgt direkt im Anschluss ein darauf abgestimmtes NAS-Training, um die neu erlernten, schmerzfreien Bewegungsmuster gezielt zu stabilisieren und die Nachhaltigkeit der Therapie entsprechend zu erhöhen.

 

 

Gesund in Münster, Autoren Marlies Hinsch und Tim Rosen

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